Article

Küstenveränderungen

Küstenveränderungen

Die Küste der Insel Usedom ist im Vergleich zu anderen Landschaften in Europa noch sehr jung. Darüber hinaus ist sie auch ständigen Veränderungen unterworfen. Auf der einen Seite wächst sie ins Meer hinein, weil an anderen Orten abgetragene Sedimente hier abgelagert werden, andererseits gibt es gerade auf Usedom Abschnitte, die einer teilweise starken Erosion unterworfen sind.

 

Jedes Jahr im Herbst und im Winter hat Usedoms Küste besonders unter den Stürmen zu leiden, hier können schon innerhalb kürzester Zeit mehrere Meter Land dem Wasser zum Opfer fallen.

Auf dem nebenstehenden Bild sieht man den Sturm, der Anfang November 2006 wütete. Das Hochwasser läßt die Buhnen einfach verschwinden. Die Wellen reichen bis zu den Dünen heran und trug diese teilweise sogar ab.

BuhnenUm der Küstenabtragung, die vor allem im Bereich Zempin-Koserow-Ückeritz stattfindet, Einhalt zu gebieten oder wenigstens zu verlangsamen, wurden und werden diverse Küstenschutzmaßnahmen ergriffen. Diese beginnen bereits bei der Sicherung der sich an den Küstenbereich anschließenden Dünen. Weiterhin werden in diesem bereich sogenannte Buhnen in den Boden gerammt, sie fungieren als Wellenbrecher. Sie sollen die Kraft der Oberflächenwellen verringern. Eine weitere Form des Schutzes stellen in den küstenvorgelagerten Bereich versenkte Steinblöcke dar (z.B. im Bereich des Koserower Streckelsberges). Nicht zuletzt dienen Strandaufspülungen dem Erhalt des selbigen.

KonzertmuschelTrotz all dieser Maßnahmen ist ein Rückgang der Küstenlinie kaum zu vermeiden. Alteingesessene Insulaner kennen die Küste teilweise noch von früher mit einem ganz anderen Verlauf.

Auf dem Bild sieht man die Konzertmuschel in Zempin. Diese stand anfangs sogar mitten im Wald, auf dem Foto beginnt der Strand kurz hinter dem Gebäude. (Aufnahme von ca. 1968). Heute existiert dieses Gebäude nicht mehr, es würde mittlerweile teilweise am Strand stehen

Eine kleine Grafik soll den Abtragungsvorgang schematisch zeigen:

Schematische Darstellung

 Hier der Normalzustand: Düne, anschließender Strand (Breite zwischen 20 und 30 Metern)

Schematische Darstellung

 Der Sturm drückt das Wasser an die Küste, die Wellen tragen Strand und Düne, teilweise sogar sehr stark, ab.

 

Schematische Darstellung

Der neue Verlauf des Strandes liegt nunmehr weiter landeinwärts.

2006 begann man im Bereich Zempin - Koserow aufgrund des starken Rückganges der Küste mit Strandaufspülungen:

Aufspülen

Aufspülen

Aufspülen

Aufspülen

Diese Aufspülungen bringen nicht nur neuen Sand an den Strand, auch Bernsteinsammler finden jetzt das eine oder andere Steinchen.

Bernsteine sammeln

Neuen Kommentar schreiben

Latest News

Most Read

 

Kontakt  

Der Usedom-Guide

Kontakt

Fax: +(49) 0 3212 137 92 19

Email: info@usedom-guide.de

Website: http://www.usedom-guide.de

ALL-INKL.COM - Webhosting Server Hosting Domain Provider